So nun ist es endlich soweit fuer meinen ersten Bericht aus Saintes!


Fangen wir erstmal mit der Anreise an... Da die Flugverbindungen in dieser Region nicht die besten sind, musste ich mich mit einer langen Zugreise zufrieden stellen. Mit mehreren Zuegen war ich ingesamt etwa 14 Stunden unterwegs bis ich endlich in Saintes ankam wo der Herrbergsvater M. Havet mich mit dem Dienstwagen, einem grossen Sprinter, abholte. Mein Zimmer wurde mir dann auch gleich gezeigt und ich konnte mich dort erstmal zwei Tage lange ausruhen und mich einrichten, was sehr angenehm war nach so einer langen Reise. Meine Zimmer hat eine angenehme Groesse und dazu ein eigenes Bad was sehr erfreulich ist.

Am naechsten Tag um 9:00 Uhr war dann gleich mein erster Dienstbeginn und mir wurden erstmal meine generellen Tatigkeiten erklaert und gezeigt, wie z.B. Essenssaal putzen, Flur wischen, Kuechenarbeit, etc... So wird einem also gedankt wenn man als Freiwilliger in eine Jugendherrberge geht... allerdings muss man sowas auch mal mit machen nach meiner Meinung! Und in Wirklichkeit ist es garnicht so schlimm da die Hauptsaison vorbei ist und ich selten mehr als 2-3 Stunden am Tag arbeite. Ausserdem wurde ich vor einigen Tagen in die Rezeption eingewiesen und das ist eine Menge Spass! Die arbeitszeiten sind zwar laenger aber dafuer ist es umso spannender da jeder Gast der kommt einfach eine neue Herrausforderung ist. Da muss man sich dann halt irgendwie mit seinem, bis jetzt noch maessigem Franzoesisch 'durchschlagen' aber man fuehlt sich dann gleich viel besser wenn man das geschafft hat!
Meine 7 Mitarbeiter sind alle richtig nette Leute und mit ihnen zu arbeiten macht eigentlich auch Spass, allerdings ist der Altersunterschied ein wenig zu gross fuer meinen geschmack um etwas mit ihnen in der Freizeit zu unternehmen. Die Juengste ist mitte-bis-ende 20 und der Rest 40 und drueber... und da ich im Gegensatz zu den meisten anderen Auslands-FSJlern, wenn ich mich recht errinnere, alleine in einer Stadt bin, ist meine Freizeit auch sehr einseitig... das liegt natuerlich nicht nur an dem Alter meiner Mitarbeiter, aber insgesamt kommen hier einfach kaum Junge Leute hin da Saintes nunmal eine kleine historische Stadt ist und nicht ein Surferparadies wie z.B. Biarritz. Die positive Seite an dem ist allerdings, dass ich keine andere Wahl habe als Franzoesisch zu reden und somit dann profitieren werde... Zudem werde ich mich jetzt bei einem Franzoesischkurs und bei einem Sportverein anmelden in der Hoffnung, dass ich mehr Kontakt zu lokalen Leuten haben werde und damit ich einfach was zu tun habe.
 
Eine richtig klasse Sache war, als mir mein Chef vier von meinen freien Tagen zusammen gelegt hat und ich die Gelegenheit genutzt habe um die Gegend etwas zu erkunden. Fuer die Tage bin ich dann mit dem Zug runter nach Biarritz gefahren. In der Jugendherberge dort habe ich dann Phillip (auch vom Sfd) besucht der da sein FSJ macht. Das war wirklich eine super Zeit einfach aus dem Grund, dass ich mal wieder was anderes sehen konnte und wieder ein wenig Kontakt zu jemandem in meinem Alter hatte. Viel erkunden und ‚sight seeing’ habe ich allerdings nicht gemacht, da ich die meiste Zeit im Wasser surfen war, sofern es Wind und Wellen erlaubt haben. Einen Tagesausflug nach Hossegor, eine kleine Stadt am Atlantik,  haben wir auch gemacht, allerdings auch nur weil dort die Quicksilver Pro Surf Weltmeisterschaft war. Das war ein riesen Event mit den weltbesten Surfern und war auf alle Faelle ein Erlebnis!
 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ganz erholsam und gemuetlich hier ist weil einfach nicht soviel los ist, andererseits ist es aber auch teilst langweilig fuer meinen Geschmack. Das kommt aber auch daher, dass ich normalerweise ein etwas action-reicheres Leben fuehre.
Naja das war dann jetzt mein Schlusswort und ich werde jetzt einfach hoffen, dass die naechsten Monate mehr erlebnisreich und nicht so einsam werden...
 
Fuer Fragen, Kommentare oder sonstiges bin ich per E-mail gerne zu erreichen!
jonas@preisler.at

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